Die in Ostberlin aufgewachsene und aus einer traditionsreichen Musikerfamilie stammende Geigerin hat bereits mit fünf Jahren ersten Ihren ersten Unterricht bekommen. Als Elfjährige gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper in Berlin und konzertierte schon früh als Solistin mit namhaften Orchestern der ehemaligen DDR.
Die in Ostberlin aufgewachsene und aus einer traditionsreichen Musikerfamilie stammende Geigerin hat bereits mit fünf Jahren ersten Ihren ersten Unterricht bekommen. Als Elfjährige gab sie ihr Debüt an der Komischen Oper in Berlin und konzertierte schon früh als Solistin mit namhaften Orchestern der ehemaligen DDR.

Franziska Pietsch

Violine

- Biographie -

"Die Bartok-Sonate scheint Franziska Pietsch wie auf den Leib geschrieben. Wenn sie spielt, scheint ihre ganze Seele in der Musik zu liegen.“ (WDR 3 tonart, Herbst 2018)

„…a carefully wrought structure that’s never jemmied out of shape. The Melodia is beautifully phrased; the closing Presto a frenzied will o‘-the-wisp where the quarter-tones are an integrated part of the narrative.” (Gramophone, December 2018)

Zunächst sieht in Franziska Pietschs Leben alles nach einer klassischen Bilderbuchkarriere aus: geboren in eine Ost-Berliner Musiker-Familie – beide Eltern sind Geiger – sorgt Franziska Pietsch als Wunderkind für Furore. Unter der Ägide von Prof. Werner Scholz an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin gewinnt sie erste Preise (u.a. Bach-Wettbewerb Leipzig) und debütiert mit elf Jahren in der Komischen Oper Berlin. Es folgen Jahre „im Virtuosen-Zirkus“ wie die Geigerin diese Zeit rückblickend charakterisiert. Sie spielt mit den großen Orchestern der DDR Violinkonzerte von Bruch, Lalo, Sibelius oder Paganini. Mit 12 Jahren spielt sie erste Aufnahmen für den Rundfunk der DDR ein, u.a. Sarasates „Zigeunerweisen“. 1984 endet diese Bilderbuchkarriere abrupt, als der Vater nach einer Tournee im Westen bleibt. Zwei Jahre dauert es, bis die Familie nachziehen kann. Diese Jahre prägen Franziska Pietsch für ihr ganzes Leben. Sie ist von heute auf morgen ganz auf sich selbst gestellt, da staatliche Förderung und Unterricht wegbrechen.

„Ich war dadurch gezwungen, mir mit 14 Jahren die grundlegenden Fragen zu stellen: Warum möchte ich Musikerin sein? Was bedeutet Musik wirklich? Welchen Weg möchte ich im Leben gehen?“

Franziska Pietsch findet Antworten bei Johann Sebastian Bach, den sie für sich entdeckt. Ein Jahr lang beschäftigt sie sich ganz ohne Lehrer ausschließlich mit Bachs Solo-Werken und verabschiedet sich ganz bewusst von der wunderkindlichen Virtuosen-Manege.

„Bach war meine Rettung, meine Heilung. Ich habe plötzlich gespürt, dass große Musik Botschaften vermitteln kann, die über Jahrhunderte hinweg Bestand haben. In denen ich meine Seele wiederfinde und ausdrücken kann.“  Nach der Ausreise in die Bundesrepublik 1986 geht Franziska Pietsch diesen Weg konsequent weiter, unterstützt von ihrem Lehrer und Mentor im Westen, Prof. Ulf Hoelscher. Ihre Lehrjahre schließt Franziska Pietsch anschließend an der Juilliard School in New York bei der legendären Geigen-Pädagogin Dorothy DeLay ab.

1992 kehrt Franziska Pietsch nach Deutschland zurück und beschließt, Musik nicht nur aus der Perspektive der Solistin erleben zu wollen, sondern alle Formen des Musizierens intensiv kennen zu lernen, vor allem die großen Meisterwerke der sinfonischen Literatur. So ist sie über zehn Jahre gefragte Konzertmeisterin in renommierten Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem WDR Sinfonieorchester, der Deutschen Oper am Rhein oder der Frankfurter Oper. Parallel dazu konzertiert Franziska Pietsch weiterhin als Solistin in ganz Europa, Amerika und Asien. 2010 beendet sie ihre Konzertmeistertätigkeit und widmet sich nunmehr gänzlich der Kammermusik. Mit dem Trio Testore spielt sie für das Label audite u.a. sämtliche Klavier-Trios von Johannes Brahms ein. 2014 gibt Franziska Pietsch das Klaviertrio zugunsten ihrer „Herzensformation“, dem Streichtrio, auf. Mit der Bratschistin Sophia Reuter und dem Cellisten Johannes Krebs gründet sie das Trio Lirico, das Werke von Max Reger auf CD einspielt. Ein besonderes internationales Kritiker-Echo (u.a. Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik) rufen die Konzerte und Einspielungen mit dem Pianisten Detlev Eisinger (Sonaten von Grieg, Franck, Prokofiev u.a.) hervor.

2017 ist für Franziska Pietsch die Zeit gekommen, ihre persönlichen und musikalischen (Grenz-) Erfahrungen wieder verstärkt in großen Violinkonzerten Klang werden zu lassen. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Leitung von Cristian Măcelaru spielt sie die beiden Prokofiev-Konzerte ein. Dem Komponisten fühlt sie sich seit Kindheitstagen seelenverwandt:
„Es sind nicht nur die melancholischen, oft dunklen und düsteren Klangfarben, die möglicherweise meine tschechisch-polnischen Wurzeln besonders ansprechen, sondern vielleicht auch Prokofievs eigene Geschichte: seine Suche nach einer eigenen künstlerischen Identität in einem totalitären Regime.“ Die bei audite erschienene CD begeistert die internationale Kritik. Sie wurde für den International Classic Music Award nominiert und mit dem Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Ebenfalls mit der im Herbst 2018 veröffentlichten Solo CD mit Werken von Bartok, Ysaye und Prokofiev stellte die Künstlerin einmal mehr ihre große künstlerische Bandbreite unter Beweis und erntete großen Zuspruch von Seiten der Musikkritik.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem CD Label audite wird Franziska Pietsch auch in 2019 fortsetzen. Im Frühling stellt sie in einer Aufnahme von Sonaten von Richard Strauss und Dmitri Shostakovich den Spanier Josu De Solaun als ihren neuen Klavierpartner vor. Im Herbst folgt eine weitere Einspielung des Trio Lirico mit Werken von Schnittke, Penderecki und Weinberg.

„Franziska Pietsch spielt die Konzerte ohne süßlichen, dafür mit bewusst rauem Ton, der für eine enorme Expressivität sorgt. Zweifellos kommt darin auch die besondere Lebenserfahrung der Geigerin zum Ausdruck.“ (RBB kulturradio)“

„...bohrend hinterfragende Dialoge, tiefgründig und differenziert.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„...die Geigerin Franziska Pietsch verfügt über die Kreativität und alle Ausdrucksfacetten, um die Sprengkraft und kompositorische Vielschichtigkeit von Prokofievs Violin-Sonaten freizulegen“ (Fono Forum)

„Pietsch has a way of leaching the blood from her bow strokes that perfectly captures the first Sonata`s shadowy atmosphere.“ (Gramophone)

Köln, Januar 2019

© 2018 Trio Lirico          

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Fotos:  Uwe Arens

            F. Kuhn-Regnier

            Frank Tuerpe

                    

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